Instrumente

Bass Tuba

Bohrung, bis über 5,70 Meter langes Rohr. Beim Spielen steht die Tuba auf den Oberschenkeln des Bläsers oder beim stehend spielen auf einem speziellen Ständer bzw. hängend an einem Schultergurt, der Trichter zeigt nach oben und meist leicht nach links (vom Spieler aus gesehen). Die Sitzhaltung sollte möglichst bequem sein, was beim Tubaspielen sehr schwierig ist, deswegen sitzt man meistens gerade (ggf. muß die Position des Mundrohres angepasst werden um eine korrekte Spielweise zu gewährleisten). Die Finger der rechten Hand liegen über den Ventilen, mit der linken Hand wird die Tuba gehalten.

Die Naturtöne der B-Tuba sind: B", B', F, B, d, f, (as), b, c', d', (e'), f', usw.

F-Tuba: F', F, c, f, a, c', (es'), f', g', a', (h'), c", usw.

Die In Klammern genannten Töne liegen nur in deren Nähe und sind nicht nutzbar (da sie sehr schlecht stimmen).




 

Bass Tuba

Bariton

Geblasen wird das Baritonhorn mit dem Kesselmundstück. In Mittel- und Osteuropa wird das Bariton zumeist in der ovalen Form gebaut. In den letzten Jahren hat sich zunehmend auch die gerade Bauform etabliert, die aus dem westeuropäischen Raum (Frankreich, Benelux-Staaten, Iberische Halbinsel und vor allem Großbritannien) stammt. Gemeinsam ist beiden Hörnern eine gesamte Rohrlänge von 2,90 m, wenn sie in B gestimmt sind.




 

Bariton

Drumset

Das Drumset (drums, Schlagzeug) bezeichnet eine Kombination aus mehreren verschiedenen Schlaginstrumenten wie Kleiner Trommel (snare drum), Basstrommel, Toms, Hi-Hat und diversen Becken (cymbals), die seit den Anfängen des Jazz in nahezu allen Berechen der sog. Popularmusik, gelegentlich auch in modernen Werken „ernster“ Musik Verwendung findet. Anzahl und Anordnung der einzelnen Instrumente sind nicht festgelegt und variieren je nach Anwendung in der jeweiligen musikalischer Stilrichtung und persönlichen Vorlieben des Spielers. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff „Schlagzeug“ oder das englische Kürzel „drums“ synonym für den Begriff drumset verwendet; „Schlagzeug“ kann jedoch auch sämtliche anderen Schlag- bzw. Perkussions-Instrumente wie Pauken, Mallets (Vibraphon, Marimba), Glocken, Congas, Bongos, Gongs, etc. umfassen. Eine eindeutige, verbindliche Abgrenzung der verschiedenen Begriffe untereinander gibt es nicht.




 

Drumset

Glockenspiel

Röhrenglocken sind längliche Metallstäbe, die innen hohl sind. Diese Idiophone werden als Musikinstrument eingesetzt. In Orchestern werden sie häufig in pompösen Werken aber auch in Kirchenliedern verwendet. Röhrenglocken werden entweder vom Musiker selbst gehalten oder auf einem vorgesehenen Ständer befestigt. Gespielt werden Röhrenglocken mit einem speziellen Hammer.




 

Metallophon

Hoboe

Seit der Barockzeit besitzt die Oboe einen festen Platz im Orchester und ist somit neben Flöte und Fagott die erste Vertreterin der Holzblasinstrumente. Üblicherweise gibt es zwei Oboenstimmen (1. und 2. Oboe), besonders in der Romantik jedoch auch drei und vier (vgl. Gustav Mahler, Richard Strauss) und/oder eine Englischhornstimme. Gelegentlich (selten) werden Oboenstimmen verdoppelt.

Große Oboensoli in der Orchesterliteratur findet man bei allen Komponisten, meistens für lyrische, getragenere Melodien. Erwähnenswert sind neben den erwähnten Werken von Bach zum Beispiel der Trauermarsch in Beethovens 3. Sinfonie, das Thema im langsamen Satz der großen C-Dur-Sinfonie von Schubert oder das Andante aus der 4. Sinfonie von Pjotr Iljitsch Tschaikowski. In schnellen Passagen, vor allem im Staccato kann die Oboe auch einen komischen Effekt erzeugen, wie bei vielen Stellen in Wagner-Opern, aber auch in Alban Bergs Wozzeck.




 

Hoboe

Horn

Das Horn wurde abhängig von seiner Entwicklungsstufe und der Epoche sehr unterschiedlich eingesetzt. Die Entwicklung reicht von Signalrufen (Jagdmotive) im Barock (meist paarweise auftretend, siehe Concerto Grosso, G. P. Telemann, J. S. Bach, G. F. Händel) bis hin zum „klangfüllenden“ romantischen Stilmittel in der Sinfonie, wobei die Signaleigenschaft in den Hintergrund tritt, die Assoziation mit der Natur jedoch geblieben ist. Im Sinfonieorchester sitzen die Hornisten gewöhnlich in einer Viererformation links (vom Publikum aus gesehen) von den Holzbläsern, die sie somit vom "schweren Blech" (Trompeten, Posaunen, Tuba) trennen. Dies ist so, weil das Horn klanglich gesehen auch, für manche vor allem, zu den Holzblasinstrumenten gehört. Grob gesehen ist die Anzahl der Hörner im Orchester auch im Laufe der Zeit angestiegen: in der Klassik normalerweise zwei (Beethoven verwendete in seiner letzten Sinfonie auch vier), in der Romantik drei bis vier. Die Verwendung von dreien ist nicht so häufig, z. B. im Cellokonzert von Antonin Dvorak. In der Spätromantik brachten deren Vertreter, z. B. A. Bruckner, R. Wagner, G. Mahler und R. Strauss bis zu zwölf Hörner unter.




 

Horn

Klarinette

In Blasorchestern und Militärkapellen wird die Klarinette für schnelle Solopassagen verwendet. In Blasmusikbearbeitungen symphonischer Werke übernehmen die in zwei oder mehr Gruppen geteilten Klarinetten häufig die Geigenstimmen. Sie spielen dort weitgehend in ihrem oberen Tonbereich, in dem sie sich leicht von den anderen Instrumenten abheben.




 

Klarinette

Marimbaphon

Im Gegensatz zu einem Vibraphon mit Metallplatten hat die Marimba Holzplättchen. Diese sind wie bei einer Klaviatur in zwei Reihen chromatisch gestimmt angeordnet. Unter jedem Holzplättchen ist zur intensiveren Schallabstrahlung ein senkrecht orientiertes Metallrohr angebracht. Seine Länge ist so abgestimmt, dass die Luftsäule in seinem Inneren in Resonanz mit dem Holzplättchen schwingt. Da die Holzplättchen dünner und weicher sind, klingt die Marimba dunkler und voller als ein Xylophon.

Das Marimbaphon ist das Nationalinstrument von Guatemala. Sehr verbreitet ist die Marimba auch in Japan. Dort gibt es berühmte Spieler und bekannte Musikschulen für die Marimba. An der nördlichen Küstenregion von Ecuador gehört die Marimba ebenfalls zur Musikkultur




 

Marimbaphon

Pauken

Meistens werden im Orchester zwei bis vier Pauken nebeneinander gebraucht; in neuerer Zeit werden zur Realisierung schnell aufeinanderfolgender, unterschiedlicher Töne bis zu zehn Pauken von einem Pauker (HK Gruber: "Charivari"), bis zu sechzehn Pauken von zwei und mehreren Paukern gespielt. Schon im Barock gab es Solo-Stücke für ein oder mehrere Pauker (Gebrüder A. und J. Philidor, Claude Babelon, um 1690). Bei Wagner, Strauss, Mahler und Nielsen gibt es Werke, in denen zwei Pauker beschäftigt sind. Berlioz setzte in seiner "Symphonie Fantastique" vier und in seinem "Requiem" (Grand messe des morts) sogar zehn Pauker ein.t.




 

Pauken

Saxophon

Das Saxophon wird zwar aus Metall gebaut, so dass es wie ein Blechblasinstrument aussieht, da die Tonerzeugung aber durch ein einfaches Rohrblattmundstück - genau wie bei einer Klarinette - geschieht, wird es zu den Holzblasinstrumenten gerechnet.

Das eigentliche Saxophon ist in 4 Einzelteile zerlegbar:

1. das Rohrblatt
2. das Mundstück mit Blattschraube
3. der Bogen
4. der Korpus

Zum Spielen wird das Instrument meist mittels eines Tragriemens (Halsgurt) um den Hals des Spielers gehängt, für größere Ausführungen wie das Bariton-Saxophon gibt es jedoch auch Rücken- oder Schultergurte. Sopran und Sopranino in gerader Bauform werden oft ohne Trageriemen gespielt.




 

Saxophon

Trompete

Man unterscheidet Naturtrompeten (wie die Barocktrompete), Klappentrompeten und Ventiltrompeten. Ohne Zusatz ist heutzutage die letztere gemeint; es gibt sie mit Drehventilen (Zylinderventilen) oder Pumpventilen (auch Perinet-Ventile genannt). Trompeten mit Pumpventilen werden aufrecht gehalten, die Bauweise mit Drehventilen mehr oder weniger waagerecht. Beide Varianten waren zum Ende des 19. Jahrhunderts praktikabel entwickelt. Während in der Kunstmusik in deutschsprachigen Ländern fast nur Trompeten mit Zylinderventilen (Deutsche Trompeten, abgebildet im Kasten rechts) gespielt werden, ist die Trompete mit Pumpventilen (Amerikanische Trompete) das führende Instrument in der Unterhaltungsmusik. Aus diesem Grund nennt man sie bei uns oft auch Jazztrompete, in den meisten anderen Ländern wird sie aber auch für das klassische Orchester eingesetzt.




 

Trompete

Zug-Posaune

Die Tonhöhenänderung erfolgt durch den Zug, mit dem man sieben verschiedene Lagen (chromatisch) erreicht. Dadurch verlängert man die effektive Länge des Instrumentes, so dass der Ton tiefer wird. Durch schnelleres Vibrieren der Lippen werden höherere Naturtöne hervorgebracht, die durch den Zug stufenlos erniedrigt werden können. So ist es der Posaune als einziges Blechblasinstrument möglich, von einer Tonhöhe zu einer anderen zu "gleiten", also reine Glissandi zu spielen. Zugposaunen werden gelegentlich mit Quartventilen ausgestattet, um bestimmte Intervalle oder tiefere Töne (Es – 'C) einfacher spielen zu können, und um die Behäbigkeit des Instrumentes aufgrund der Zuglänge in tieferen Lagen zu kompensieren.




 

Zug-Posaune

Xylophon

Das Xylophon besteht aus einer Reihe von Hartholzstäben (Palisander) unterschiedlicher, der Tonhöhe entsprechender, Länge. Der Anschlag erfolgt mit zwei löffelartigen Holzschlägern. Ein lang ausgehaltener Ton kann annähernd durch wirbelartiges Schlagen erzeugt werden. Neben der älteren Trapezform, bei der die Klangstäbe in mehreren Reihen diatonisch angeordnet sind, ist heute fast ausschließlich die Klaviaturform gebräuchlich.

Der trockene, hell klappernde Ton wurde oft mit Geisterhaftem und Gespenstischem in Verbindung gebracht.

Das Instrument wird seit dem 20. Jh. in Orchestern, moderner Musik, wie auch in der Tanz- und Unterhaltungsmusik eingesetzt.




 

Xylophon